Black Lives Matter!

 

Neun Minuten lang drückte der Rassist Derek Chauvin sein Knie in das Genick von George Floyd, bis dieser erstickte.

 

George ist weder der Erste noch der Letzte, der durch rassistische Polizeigewalt ermordet wurde. Philando Castile, Ataniana K. Jefferson, Tamir Rice, Trayvon Martin und viele weitere haben ihr Leben aufgrund dieses rassistischen Systems verloren. Man muss nur einmal einen Blick in die Geschichte der USA werfen, um fest zustellen, dass dieser Hass kein neues Problem ist. Sei es die Vertreibung der UreinwohnerInnen, die Sklavenhaltung, die Segregation oder der Ku-Klux-Klan – die schwarze Bevölkerung wird seit jeher unterdrückt, ausgebeutet und ermordet. Die Polizei spielt dabei aktive Rolle. Es war nicht das erste Mal, dass Chauvin in Gewalttaten verwickelt war. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass es bereits drei weitere Fälle gegeben hatte, bei denen Chauvin während eines Einsatzes zur Waffe griff und schoss. Konsequenzen blieben wie so oft aus.

Stattdessen sucht Trump die Schuld bei allen Menschen, die für die Rechte und das Leben Schwarzer Menschen auf die Straße gehen. Er fordert das Verbot der „Antifa“, verhängt Ausgangssperren und setzt die Nationalgarde ein. Bereits jetzt kam es zu schweren Verletzungen bei Demonstranten und Reportern durch die Polizei.

Dadurch wird sichtbar, dass der US-Amerikanische Staat kein wirkliches Interesse daran hat, Rassismus und Diskriminierung zu bekämpfen. Viel mehr ist die Unterdrückung aufgrund der Hautfarbe ein willkommenes Mittel um die Bevölkerung zu spalten und dunkelhäutige Menschen noch härter auszubeuten. Schwarze Menschen haben in den USA nach wie vor noch weniger Rechte als Weiße, sie sind oft von Armut betroffen und haben seltener Zugang zu medizinischer Versorgung.

Seit dem Mord an George Floyd gehen in ganz Amerika Menschen auf die Straße. Sie machen deutlich, dass rassistische Morde nicht nur mit friedlichen Protesten beantwortet werden dürfen. Sie kämpfen für Gleichberechtigung, für ein gutes Leben für alle und gegen einen rassistischen und repressiven Staat, welcher vergebens versucht, die Proteste zu zerschlagen.

Wir können als Feministinnen nicht wegsehen und schweigen, wenn solche Morde geschehen. Wir müssen sie anprangern, uns solidarisch zeigen und den Kampf unterstützen. Rassismus hat keinen Platz in einer fortschrittlichen Bewegung.

Dunkelhäutige Frauen werden mehrfach unterdrückt, durch ihre Lohnabhängigkeit, durch das Patriarchat und durch ein rassistisches Gesellschaftsbild. Sie sind dadurch noch häufiger von Gewalt im Alltag betroffen, haben oft eine prekäre Lebenssituation und weniger Chancen.

Rassismus und Diskriminierung sind keineswegs nur in den USA ein Problem, auch hier in Deutschland gehören sie zum Alltag. Sei es durch politische Parteien wie die AfD, durch faschistischen Terror und Mord oder durch Racial Profiling der Polizei.

Das dritte Revier in Minneapolis, zu dem der Mörder Chauvin gehört, wurde inzwischen niedergebrannt. Die DemonstrantInnen lassen sich nicht von Trumps Drohungen einschüchtern. Zeigen wir ihnen, dass sie nicht alleine sind. Es ist die Aufgabe aller weißen Menschen, den Kampf gegen Rassismus und für Gleichberechtigung zu unterstützen.

Beteiligt euch an den verschiedenen Aktionen bei euch vor Ort und zeigt euch solidarisch! Informiert euch, greift ein wenn ihr rassistisches Verhalten seht und werdet aktiv.

Black lives matter!