Männer für Frauenkampf

Der 8. März ist der Kampftag der Frauen* – gegen ihre besondere Ausbeutung, Unterdrückung, Diskriminierung und Herabwürdigung. Zustände, die auch heute noch, im modernen Kapitalismus, tief in der Gesellschaft verwurzelt sind. Für die Überwindung dieser Zustände ist der selbstbestimmte Kampf der Frauen* die erste Voraussetzung.

Das heißt zuallererst: Wir Männer sollten hier mal einen Schritt zurücktreten. Also zurücklehnen und Füße hoch? Ganz im Gegenteil! Auch wenn wir das Patriarchat nicht erdacht haben, es ablehnen und zusammen mit Frauen* für eine solidarische Gesellschaft kämpfen, sind wir doch von Kindheitsbeinen an geprägt von einer Gesellschaft, die Männer mit Vorrechten ausstattet und uns entsprechende Verhaltensformen mit auf den Weg gibt.

Kurz: Auch ein besonders bewusster und fortschrittlicher Mann, der selbst im Konflikt mit den Widersprüchen dieses Systems steht, profitiert von der patriarchalen Gesellschaft und steht nicht außerhalb. Der Kampf gegen das Patriarchat sollte daher natürlich von Frauen* bestimmt und gestaltet werden. Es wäre aber absurd, ihnen auch noch die Verantwortung für die Veränderung der Männer aufzudrücken!

Was sind also unsere Aufgaben?

– Kritisch an uns selber arbeiten, um die falschen Rollenbilder dieser Gesellschaft nicht weiter nachzuleben. Im Haushalt und auf Arbeit, bei politischen Aktionen, beim Feiern oder beim Diskutieren. Wir brauchen uns nicht vormachen, sowieso schon alles richtig zu machen …

– Den Kampf der Frauen* unterstützen. Dabei helfen, dass ihre politischen Aktionen erfolgreich werden! Die vielen kleinen und großen Arbeiten, die rund um das Engagement anfallen, müssen längst nicht nur von Frauen* erledigt werden, nur weil sie diejenigen sind, die hier die Richtung vorgeben und im Vordergrund stehen.

– Zusammen mit Frauen* gegen diejenigen aktiv werden, die die Ausbeutung, Unterdrückung und Abwertung der Frauen vorantreiben. Gegen rechte und faschistische Frauenverachter, eine Politik, die Frauen* zurück in den Haushalt drängt, Ausbeuter-Unternehmen, die weibliche Arbeitskraft als Dumping-Ware nutzen, Männer, die mit sexualisierter Gewalt gegen Frauen vorgehen…

Und das sind leider nur einige Beispiele.

Also: Am 7. und 8. März in Stuttgart:

Unterstützt alle die Aktionen des „Aktionsbündnis 8. März“!

Helft beim Auf- und Abbau, bei der Kinderbetreuung und kommt mit auf die Straße!

Vor allem aber geht es nicht darum einmal im Jahr solidarisch zu sein, sondern darum eine antipatriarchale Kultur zu entwickeln, die sich in all unseren Handlungen 365 Tage im Jahr wiederfindet!

Ohne die Befreiung der Frau ist niemand frei!

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